Great Ocean Road

Von Melbourne über die GOR nach Adelaide

Am Dienstagmorgen wurde ich dann schon um 6.30 am zu meiner dreitägigen Tour über die Great Ocean Road abgeholt. Eindeutig etwas zu früh und alle waren noch etwas müde. Zuerst wurden dann noch die anderen Teilnehmer der Tour von ihren Hotels und Hostels abgeholt und währenddessen wurde im Bus, der „Kat“ heißt, immer noch etwas geschlafen.

Der erste Stopp war Torquay oder so ähnlich und gefühlt gab es da nichts außer Unmengen an Surf Shops und sogar ein Surfers Outlet und wäre mein Budget nicht mittlerweile sehr begrenzt, hätte ich wahrscheinlich zugeschlagen. Da ich aber noch drei Wochen vor mir habe, hat die Vernunft gesiegt und ich habe mich dazu entschlossen Geld zu sparen und erst an meinem letzten Tag, wenn ich keine Ausgaben mehr habe, all mein letztes Geld auszugeben.

Weiter ging es dann über einige Fotostopps zu einem Strand, wo wir dann unseren Lunch verbracht haben. Ein Hoch auf die freien BBQs überall in Australien. Es hab Chickenburger und Salat und das war seit langem das Beste und Gesundeste was ich gegessen habe. Das Wetter war super und nach einem kleinen Verdauungsspaziergang am Strand ging es dann auch schon weiter. Als nächstes haben wir irgendwo gehalten und Rory, unser Guide, hat nur gepfiffen und schon kamen Kakadus und kleine Papageien angeflogen. Jeder der wollte hat etwas Vogelfutter bekommen und die Vögel haben sich einfach auf jedermanns Kopf und Arme gesetzt und selbst bedient. Die Kakadus allerdings waren ziemlich frech, denn statt zum Futter zu kommen oder sich mit dem zu begnügen was runter fällt, haben sie sich die Leute mit Flip Flops ausgeguckt und in die Zehen gebissen und das nicht nur versehentlich, sondern sie haben einen regelrecht  verfolgt und versucht nach den Zehen zu schnappen.

Abends nach dem gemeinsamen Pizzaessen sind wir noch zu den Zwölf Aposteln gefahren, einer Ansammlung von Felsen, aber warum sie diesen Namen trägt, ist uns noch immer ein Rätsel, denn es handelt sich um ursprünglich neun Felsen, von denen allerdings vor zehn Jahren einer zusammengebrochen ist. Aber es sind und waren noch nie zwölf. Es sah trotzdem sehr schön aus, vor allem im Licht des Sonnenuntergangs.

Am Mittwochmorgen ging es um sieben Uhr schon wieder weiter.

Unter anderem ein Stopp an der „London Bridge“, einem Felsen, der ursprünglich mit dem Festland verbunden war, vor einigen Jahren dann aber zusammen gebrochen ist. Und das, während ein Pärchen sich dort vergnügte und anschließend dort fest saß und gerettet werden musste. Die beiden waren allerdings nicht besonders glücklich über die Helikopter mit den Reportern, denn es hat sich herausgestellt, dass sie eine Affäre miteinander hatten. Nach dem Vorfall jedoch haben sie sich zu einander bekannt.

Irgendwann hieß es dann: Und das war auch schon die Great Ocean Road. Wirklich nicht besonders lang, grade mal um die 240 km. Da ich den Eintrag natürlich mit etwas Verspätung schreibe, muss ich gestehen, dass ich nicht mehr alles genau im Kopf habe. Während der restlichen Tour haben wir einige Wanderungen gemacht und Rory kam ständig mit irgendwelchen Pflanzen an, die wir probieren sollten. Dazu kam mir immer wieder das Lied „Ich ess Blumen“ in den Kopf xD

An einem Lunch Stopp wurde uns vor dem Aussteigen erklärt wie wir uns gegen die ganzen Emus durchsetzen können. Dass sie nicht die Hellsten sind hatte ich schon gehört, aber dass sie wirklich so einfach auszutricksen sind hätte ich dann doch nicht gedacht. Man muss einfach nur die Hand so formen, dass sie dem Kopf eines Emus gleicht und den Arm höher heben als der andere Emu groß ist. Dadurch denkt der andere Emu, dass du größer bist und zieht sich zurück.

An unserem letzten Dinner hat Rory gekocht. Unglaubliches BBQ und zum Nachtisch Pfirsiche in Ahornsirup angebraten mit Wallnüssen. Das war soo gut!

Am letzten Tag haben wir auch noch Kängurus gesehen und bis dahin hatte wirklich ein Großteil der Gruppe noch keine gesehen. Unter anderem gab ein wie ein Resort für Albino Kängurus und anschließend eine ganze Gruppe auf einer Wiese. Dort hab ich auch gesehen wie ein Joey vor der Mutter steht und Milch aus dem Beutel trinkt oder auch zurück in den Beutel springt, obwohl man erwarten würde, dass das beim besten Willen nicht passt, aber das tut es doch irgendwie. Wenn die Kleinen zurück in den Beutel gehen, ist es fast als würden sie einen Salto machen. Sieht schon echt süß aus.

Anschließend ging es dann weiter nach Adelaide, aber da es mittlerweile schon relativ spät war, stand nur noch duschen und essen auf dem Plan. 

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