Magnetic Island

Angekommen in Townsville hat es geschüttet wie aus Kübeln und alle Locals haben sich tierisch darüber gefreut, denn das war der erste Regen seit mehr als 12 Monaten. Es war auch nur kurz, aber dafür heftig. Von Townsville habe ich mit der Fähre nach Magnetic Island übergesetzt. Die Insel hat ihren Namen von Thomas Cook erhalten, dessen Kompass total verrückt gespielt hat als er der Insel zu nahe kam. Damit habe ich auch meine Erfahrung gemacht, denn im Hostel gab es Karten mit Magnetstreifen für die Bungalows, aber je nachdem wo man auf der Insel war, funktionieren dann die Karten nicht mehr und müssen erst mal wieder neu beschrieben werden.

Für die zwei Tage auf der Insel hatte ich keine Pläne, aber als ich gesehen habe, dass man dort auch einen Koala auf den Arm nehmen kann, war das mein Plan für den nächsten Tag. Den ersten Tag habe ich dann nicht besonders viel gemacht. In der Hängematte entspannt und gelesen, zum Supermarkt laufen und Toast und etwas Aufschnitt einkaufen, was allerdings schon wieder viel teurer war als ich es mir ausgemalt habe.

Am nächsten Tag- Wochentage kriege ich schon gar nicht mehr wirklich auf die Reihe- bin ich dann gemeinsam mit einer Finnin, die auf meinem Zimmer war, zum anderen Ende der Insel gefahren zur Koala Sanctuary. Und es hat sich definitiv gelohnt. In der kleinen Führung wurde und viel Informatives erzählt und wir durften viele verschiedene Tiere halten, streicheln und uns zum Teil auch mit ihnen unterhalten. Nein, ich bin nicht verrückt, aber einige der Vögel dort sind ziemlich redselig und reden zum Teil auch deutsch. Nebenbei: alle Schildkröten, die sich in der Sanctuary befinden, sind nach den Ninja Turteln benannt ;)

Nach dem erlebnisreichen Mittag haben wir uns dann auf zum Strand gemacht, haben uns ein schattiges Plätzchen gesucht und sind nach kurzer Zeit beide eingeschlafen.

Ja, meine Zeit auf Magnetic Island bestand zum Großteil nur aus Lesen, aber das tat wirklich gut. Am Donnerstagmorgen ging es dann auch schon wieder zurück mit der Fähre nach Townsville und von da aus mit dem Greyhound bus hoch nach Cairns.

Es ist schon hin und wieder sehr ermüdend nirgendwo wirklich anzukommen. Zwei oder im Höchstfall mal drei Nächte an einem Ort bevor es dann direkt weiter geht. Mein Zeitgefühl ist völlig hinüber, aber das ist nebensächlich, denn ich kann entspannen und meine Zeit genießen. Mittlerweile reise ich schon 3 ½ Wochen und 2 ½ davon die Ostküste hoch und habe schon so viel gesehen und erlebt.

Mein nächster Stopp ist Cairns und es ist zugleich meine letzte Station an der Ostküste, bevor es dann wieder in den Flieger und in den Süden des australischen Festlandes, nach Melbourne geht. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0