Airlie Beach & Whitsundays 

Barfuß an Bord

Wo genau fange ich jetzt wieder an? Ach ja, nach einer weiteren Nacht und einer ganzen Ladung Wäsche waschen in Rainbow Beach (Juhu- endlich wieder frische und saubere Sachen J ) ging es dann mit dem Nachtbus von Rainbow Beach, mit einem vierstündigen Zwischenstopp in Hervey Bay, nach Airlie Beach. Den Stopp hab ich dazu genutzt noch mal zum Supermarkt zu gehen und mir was zu Essen für die Fahrt, ein paar Snacks für die nächsten Tage und eine Tupperdose zu holen. Allerdings wusste ich nicht genau wo der nächste Coles oder Woolworth ist und habe die Strecke deutlich unterschätzt. Letztendlich waren es etwa 3,5 km one way. Zum Glück hatte ich meinen Koffer in einem Hostel in der Nähe des Busstopps unterbringen können, meinen schweren Rucksack hatte ich aber immer noch dabei. Also 7 km mit Gepäck und ohne ein genaues Ziel und das auch noch unter Zeitdruck. Danach hatte ich wenigstens gehofft, dass ich gut schlafen könnte im Bus. Dem war leider nicht so. Mensch, kann es im Bus unbequem sein, selbst wenn man zwei Plätze für sich hat. Immerhin konnte ich die Zeit nutzen und jedes Mal wenn ich aufgewacht bin meine sonnenverbrannten Füße mit Aftersun eincremen.

Am nächsten Morgen in Airlie Beach angekommen, wollte ich eigentlich nur noch einchecken und duschen. Aber da wir gegen 9.30 am angekommen sind und check in erst ab 1 pm ist, hieß es nur das Gepäck im Hostel zu lagern und irgendwie die Zeit in der Stadt totzuschlagen. Die Stadt besteht eigentlich aus nur einer Straße, die fast zur Hälfte nur aus Reiseagenturen besteht, einigen Hostels, vielen Shops und Bars. Also hab ich erst mal für meine Whitsundaystour für den nächsten Tag eingecheckt und da ich für die Tour noch einen Bikini haben wollte, der etwas anders geschnitten ist (die meisten Mädels wissen sicherlich warum), habe ich die Zeit also genutzt alle möglichen Bikinis anzuprobieren. Leider ohne Erfolg, aber dabei kam es zu einer sehr merkwürdigen Situation. 30 Grad Außentemperatur, Bikinis anprobieren und im Laden läuft lautstark Weihnachtsmusik. „Walking in a winter wonderland“ ?! Und überall die Weihnachtsdeko. Das passt für mich überhaupt nicht zusammen…

Die Travel Agenturen haben aber einen großen Vorteil: sie haben alle freies Wlan! Also hab ich dann mal wieder in einigen Blogs gestöbert und bei Caroline, die jetzt im wunderschönen Tasmanien in der gleichen Familie in der ich war Aupair macht, dass dort direkt auch an den Garten angrenzend kontrollierte Buschfeuer von der Feuerwehr durchgeführt werden. Auch wenn das alles kontrolliert ist, sah es auf den Bildern doch schon irgendwie erschreckend aus.

Am nächsten Mittag ging es dann, genau wie schon bei der Frasertour, mit nur einem kleinen Rucksack für die nächsten Tage auf zum Hafen, wo ich auch die Anderen kennengelernt habe, die mit mir auf dem tollen Katamaran WINGS 2 waren. Wieder einige Deutsche und viele Schweden dabei und der Rest war bunt gemischt, aber eine tolle Truppe. 23 Leute+ 3 Crew und dann war es auch voll genug an Bord.

Bevor es aufs Boot ging, wurden alle Flip Flops eingesammelt und nur für einen Landgang und dann am Ende der kompletten Tour wieder ausgeteilt. Und ich hab es definitiv nicht vermisst Schuhe zu tragen.

Ich habe es so sehr genossen mal wieder auf einem Boot zu sein und auch die Temperaturen waren deutlich erträglicher als an Land. Die Crew war total locker und es war eine total entspannte Stimmung. Viel Zeit zum Ausspannen und leckeres Essen und davon nicht zu wenig. Gefühlt wurde die meiste Zeit gegessen, aber die Tage waren auch lang, da morgens um 5 schon der Anker gelichtet wurde und das überall auf dem Schiff deutlich zu hören war. Aber so konnten wir den Tag voll und ganz ausnutzen für unsere Schnorcheltrips und Landgänge an verschiedenen Ecken des Whithaven Beach.

Ein paar Regeln gab es natürlich auch an Bord, damit alles reibungslos verläuft. Dazu gehörte, dass man sich nach jedem Landgang wieder in eine Liste einschreiben musste, dass man zurück ist, es jedes Mal vor Auslaufen des Schiffs eine Kopfzählung gab, bei der jeder an seinem Platz stehen bleiben musste und alle drei Crewmitglieder übers ganze Schiff gerannt sind und gezählt haben, um sicher zu gehen, dass auch alle an Bord sind. Und eine weitere und sehr wichtige Regel war die Borddusche! Da wir nur unseren Wassertank hatten und keine Möglichkeit diesen unterwegs aufzufüllen, wurde die Duschzeit für jeden auf 1 Minute limitiert, was an sich ja auch vollkommen ausreichend ist, allerdings nicht immer wenn man versucht das ganze Salzwasser aus den Haaren und die Sonnencreme vom ganzen Körper zu bekommen. Aber was solls, es gibt deutlich Schlimmeres.

Unterwegs haben wir Schildkröten, Rochen, Delfine, eine Seekuh und einige auch ein paar kleine Haie gesehen.

Beim Schnorcheln war ich doch etwas enttäuscht. Die Riffe rund um die Whitsundays gehören schon zum Great Barrier Reef, aber davon hatte ich mir mehr erhofft. Das Riff auf Fiji war da doch beeindruckender. Hier vor der Ostküste sahen einige Teile des Riffs schon ziemlich tot und verschmutzt aus, aber auf eine ganz andere Art und Weise als Fiji war es doch auch beeindruckend. An einigen Stellen war das Riff nur ein wenig, vielleicht 50 cm – 1 m unter der Wasseroberfläche, sodass man aufpassen musste wie man sich bewegt, um das Riff möglichst nicht zu berühren. Dadurch war man manchmal so bewegungslos und hat sich nur etwas treiben lassen und auf einmal war man mitten in einem Fischschwarm J  

Insgesamt war das auf jeden Fall eine Tour, die ich richtig genießen konnte und auch zum Lesen bin ich endlich mal wieder ausgiebig gekommen.

Am Abend nach der Tour gab es dann in Airlie Beach noch eine after boat party. Ein feucht- fröhlicher Abend. Eigentlich wollte ich nur ein Bier zum Essen trinken, aber sobald mein Glas leer war, wurde entweder was Neues mitgebracht oder von allen zusammen geschüttet – oftmals gar nicht so lecker, aber das australische Bier alleine ist schon nicht wirklich zum Genießen. Allerdings habe ich mich schon relativ früh verabschiedet, da ich mich am nächsten Morgen auch schon früh auf den Weg zum Bus machen musste. Wenigstens konnte ich dadurch etwas schlafen, bevor um 4 am einer meiner Zimmermitbewohner lautstark, aber erfolglos versucht hat ins Zimmer zu kommen. Ich hab ihn dann freundlicherweise rein gelassen, war dann aber leider wach und die Nacht für mich zu Ende. Um 6 am hab ich dann auch ausgecheckt und gehofft, dass es so früh noch nicht so warm ist. Falsch gedacht. Kurz nach sechs in der Früh und es waren schon 26 Grad.

Nächster Stopp Townsville!

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