Rainbow Beach & Fraser Island

Am letzten Oktobertag ging’s für mich von Noosa mit dem Greyhound Bus weiter nach Rainbowbeach und aufgrund des Wetters war ich total überrascht davon, dass abends eine Halloweenparty stattfinden sollte. Alles wurde fleißig dekoriert und es fühlte sich einfach nur irgendwie falsch an. Im Hostel hab ich noch mit ein paar Mädels gequatscht, die grade von der Tour zurück waren und die mir auch ein paar generelle Tipps gegeben haben, wie dass es im Nachbarhostel aufgrund der Travelagentur freies wlan gibt und in allen Büros der Kette das Passwort gleich ist. Freies wlan ist immer gut! Und auch, dass man sich wenn man alleine reist auf jeden Fall eine Tupperdose zulegen sollte, damit man nicht so viele Lebensmittel wegschmeißen muss. Vorher habe ich da ehrlich gesagt gar nicht so drüber nachgedacht, aber jetzt bin ich froh, dass ich sie habe. Das Beste an dem Gespräch war, dass Luisa nach einer ganzen Zeit meinte, dass wir uns doch irgendwoher kennen. Und ja, wir hatten tatsächlich schon vor einigen Monaten miteinander bezüglich Reiseplanungen geschrieben und machen jetzt fast das Gleiche, allerdings ist sie mir ein paar Tage voraus. Und trotzdem Australien so groß ist, habe ich das Gefühl, dass man die Leute doch alle immer wieder trifft, vor allem an der Ostküste.

 Nachmittags wurde vom Hostel eine Walkingtour zu den Sanddünen zum Sandboarding angeboten, woran ich dann auch teilgenommen hab, weil ich einfach nicht wusste wie ich die Zeit totschlagen sollte. Am Ende des Walks sind wir dann auch bei der Sanddüne angekommen, aber ich hatte das Gefühl in der Wüste gelandet zu sein. Sand in alle Richtungen. Wenn ich ein Foto hochladen kann, seht ihr was ich meine. Sandboarding hat auch richtig Spaß gemacht, ist allerdings eine sehr sandige Angelegenheit. Abends wollte ich dann auch nur noch etwas essen, duschen und schlafen, was ich dann auch gemacht habe und dank meiner Ohropax und meinem Talent fast überall schlafen zu können, konnte ich auch in meinem Zimmer, das direkt gegenüber der Disco war, schlafen.

Am nächsten Tag gab es eine Sicherheitseinweisung für die Fraser Tour, wo uns erzählt wurde wie man im Sand zu fahren hat, wie man sich verhält wenn man auf Dingos trifft und der ganze organisatorische Kram. Wir wurden in Gruppen zu je acht Leuten aufgeteilt und mit diesen Leuten sollten wir die meiste Zeit verbringen. In meiner Gruppe war ich tatsächlich die einzige Deutsche, was mich wirklich gewundert hat, denn hier an der Ostküste trifft man so viele Deutsche, Engländer und Schweden. In unseren Gruppen mussten wir uns etwas selbst organisieren, denn die Zutaten für die jeweiligen Mahlzeiten wurden uns gestellt, aber um die Zubereitung und alles Weitere mussten wir uns dann selbst kümmern. Wir wurden in den Gruppen auf die 4WDs aufgeteilt und sind eigentlich die komplette Zeit in Kolonne gefahren, damit wir sehen konnte was unser Guide im vordersten Auto macht, wo er fährt und übers Funkgerät hat er uns auch an den schwierigeren Stellen Anweisungen gegeben was zu tun ist oder wenn zB eine Schildkröte am Strand lag. Die Tour bestand eigentlich aus Campen, im Sand- meistens am Strand- fahren und wunderschöne Süßwasserseen zu genießen. Fraser Island ist die größte Sandinsel, wo sich auch der normale Verkehr am Strand abspielt, wo Autos fahren und auch Flugzeuge landen. Von der Tierwelt haben wir auf Fraser (leider) nicht so viel gesehen. Eine Schildkröte, eine Seekuh und die Maus, die uns nachts im Zelt besuchen gekommen ist und sich durch Nikkis Tasche gefressen hat, weil sie Chips und Teebeutel dort drin hatte. Aber leider keine wilden Dingos von denen uns so viel erzählt wurde und wegen denen extra um das komplette Camp ein Zaun zum Schutz vor Dingos gebaut wurde und jeder, der bei Nacht das Camp zum Strand verlassen hat und durchs Tor gegangen ist, dort auch einen Dingostock, der im Notfall wie ein Schlagstock zu benutzen sein sollte, mitnehmen musste.

Die Seen auf der Insel waren aber wirklich schön und es war so erfrischend zwischen den Fahrten schwimmen zu gehen. Das Wasser war richtig klar und soll gut für die Haut sein, da die Bäume die Teebaumblätter abwerfen, deren Öl sich dann in den Seen ausbreitet.

Auch wenn es eine ziemlich coole Tour war, war ich froh am Ende des dritten Tages zurück ins Hostel zu kommen und nach der Dusche nicht immer noch oder  direkt schon wieder überall Sand zu haben. Mit dem Wetter hatten wir auch unglaubliches Glück. Nur die erste halbe Stunde der drei Tage hat es etwas geregnet, aber danach hat die Sonne alles  gegeben, weswegen ich auch trotz Sonnenschutz 50+ und ständigem Eincremen einen Sonnenbrand bekommen habe. Am Schlimmsten wars auf den Füßen und ja man kann deutlich sehen, dass ich viel Flip Flops getragen habe.

Und so viele verschiedene Autos wie ich hier in Australien schon gefahren bin, bin ich glaube ich in Deutschland nicht mal gefahren. Aber egal ob Automatik mit Blinker links oder rechts, Schaltwagen und Schalten mit der linken Hand- es ist eigentlich alles das Gleiche und wenn man einmal drin hat auf der linken Seite Auto zu fahren, sieht es in Filmen ganz komisch aus, wenn dort Autos rechts fahren. Oder aber auch „links ran fahren“, wie es hier heißt, ist hier zwar richtig, aber klingt so falsch. Aber ich glaube man gewöhnt sich einfach ganz schnell an alles. 

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