Frühlingsferien und Reisefieber

Ferien! Ein Traum! Allerdings nur wenn man selbst noch zur Schule geht und sich auch ohne Ipad zu beschäftigen weiss. Nicht allerdings, wenn man als Au Pair 4 oder mehr Kids unterhalten muss, die auf die Palme gehen und sich nicht zu beschäftigen wissen, wenn sie mal für drei Stunden alle elektronischen Geräte-  Ipod, Ipad, Computer- aus machen sollen und was spielen sollen, geschweige denn wenn sie raus sollen. Oh Graus- Sonne, frische Luft, angenehme 17 Grad und tausend Möglichkeiten was zu machen. Ich bin so unglaublich froh, dass die erste Woche mittlerweile rum ist und Kelly in der nächsten Woche an zwei Tagen den Kleinen nehme kann, denn das bedeutet, dass wir auch mal einen größeren Ausflug machen können, ohne dass wir rechtzeitig zum Mittagsschlaf zurück sein müssen. Dass die Jungs in den Winterferien viel drinnen gemacht haben ist ja total in Ordnung, aber mittlerweile ist Frühling, das Wetter ist super und Ingrid ist kaum rein zu kriegen. Also das totale Gegenteil zu den Jungs. So, genug aufgeregt. Jetzt ist erst mal Wochenende, morgen werden die Uhren umgestellt, sodass 9 Stunden Zeitunterschied zu Deutschland sind und es ist super Wetter. Also wird jetzt nur dieser Eintrag geschrieben, oder zumindest angefangen und dann geh ich raus. Mittlerweile bekomme ich auch Kopfschmerzen, weil die Kleinen über mir im Wohnzimmer rumspringen und wer weiss was veranstalten und ich hier mit Ohropax sitze und selbst die den Krach nicht abhalten können. An Schlafen ist schon lange nicht mehr zu denken. Irgendwie sind die Kids heute deutlich lauter als sonst. Normalerweise reichen die Ohropax immer noch aus. 

 

Aber es fehlt ja noch die Berichterstattung vom letzten Wochenende, als wir mit der ganzen Familie und Kellys Eltern auf Bruny Island waren. Dieses Mal sind wir nicht mit einem Auto gefahren, sondern mit beiden. Also hatte Kelly alle drei Jungs bei sich im Auto und ich war mit Simon und Ingrid unterwegs. Klingt als sei das ungerecht verteilt, aber letztendlich bin ich mir fast sicher, dass Simon und ich trotzdem die anstrengendere Fahrt hatten. Ingrid hat sich von ihrer besten schlechten Seite gezeigt, aber immerhin hat keiner gekotzt, was im Vorfeld meine größte Sorge war. 

 

So jetzt ist es doch schon Sonntag, es sind mittlerweile 9 Stunden Zeitunterschied zu Deutschland und den gestrigen Tag hab ich am Strand verbracht und einfach nur die Seele baumeln lassen, war sogar mit den Füßen im Wasser und als ich dann zurück war, gab es eine Aufklärungsstunde für alle Kids- mich eingeschlossen- über blaugeringelte Kraken, deren Gift tödlich sein kann und von denen einige bei uns in der Nähe gefunden wurden. Heute morgen hab ich mir dann mit meinen Jungs einen Kampf mit Wasserpistolen geliefert- herrlich :)

 

Aber zurück zum letzten Wochenende. Wir waren also auf Bruny Island. Auf der Hinfahrt haben Simon und ich die ganze Zeit Musik aus den 80ern gehört und ich war echt erstaunt wie viel davon immer noch in Deutschland im Radio gespielt wird.

Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn am Straßenrand eine ganze Reihe Briefkästen steht, aber weit und breit kein Haus zu sehen ist und das kommt hier schon recht häufig vor. 

Unser Ferienhaus in Adventure bay war etwas abgelegen und rund ums Haus waren ganz viele Wallabies und sogar ein weißes Albino Wallaby, was selbst für meine australische Familie was Außergewöhnliches war. Das Haus und vor allem die super Schaukel vor dem Haus waren der Hammer, nur hab es auch da bevor wir raus zum Spielen durften wieder mal eine Aufklärungsstunde, diesmal darüber wo wir aufpassen sollen wo überall Schlangen sein könnten. 

Am Samstag haben wir uns einen Großteil der Insel angeguckt. Morgens ging es erstmal nur darum den längsten Weg zu finden um zu unserem ersten Ziel zu gelangen, damit der Kleine im Auto etwas schlafen konnte. Zuerst waren wir an einem kleinen Strand, an dem es ganz viele noch geschlossene Austernschalen gab, aber Perlen haben wir leider keine gefunden, dafür aber zwei Echidna gesehen.

Danach ging es weiter zur Cheesefarm, zu leckerem Lunch, Cider und einer kleinen Käseverkostung. Im Auto waren die Kids, vor allem Ingrid so aufgedreht und haben rum geschrien, dass wir am nächsten Halt, am Lookout, wo es wunderschön war und von wo aus man die schmale Verbindung zwischen dem südlichen und nördlichen Teil der Insel sehen konnte. Jetzt hab ich den Anfang meines Satzes verloren. Auf jeden Fall haben wir dann dort alles raus geschrien, als letztes waren wir noch bei der chocolate factory, aber da war nicht viel zu sehen oder zu probieren und anschließend sind wir zurück zu unserem Ferienhaus gefahren, wo ich dann total erschöpft auf der Couch eingeschlafen bin. Als ich wieder aufgewacht bin, war ich erstmal total verwirrt. Es war leise und niemand war da. 

Für den nächsten Tag stand nicht mehr besonders viel auf dem Plan. Wir wollten erst zu einem Leuchtturm und anschließend zum Lunch in den südlichsten Pub Australiens und dort natürlich auch ein Bier trinken :) Den Nachmittag haben wir dann alle draußen gespielt und ich hab sogar gelernt wie man einen Football kickt :) Das süßeste überhaupt war aber, dass Ingrid die Wallabies so toll fand und dann auch immer mit ihnen geredet hat, es aber einfach nicht aussprechen kann, sondern sie immer Waballies  genannt hat. 

Außerdem die einzig richtige Reaktion von Ingrid- nachdem sie gefragt hat, ob Kelly das Dach im Auto aufmacht und sie meinte, dass es dann rein regnen würde-: Kapuze aufsetzen und sagen 'I'm ready!'. 

Alles in allem auf jeden Fall ein schönes Wochenende und danach hat Simon- mein Gastdad- ganz verwirrt gefragt warum wir denn schon immer über meine Reise reden und dass ich doch erst Mitte oder Ende November gehen würde. Mh ja, nein nicht ganz. 

 

Und zum Schluss wurde mir auch noch vom Dropbear erzählt. Lustige Geschichte, die meist jungen Touristinnen aufgetischt wird :D


und mehr Fotos folgen, wenn es wieder funktioniert und ich noch dran denke...

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