Vom Skiurlaub in Falls Creek und dem Gefühl wieder in ein Zuhause zurück zu kommen

Hier im Skiurlaub komm ich auch mal wieder zum Schreiben.

In der letzten Woche war ein ganz besonderer Tag für meine Kleine, wir sind nämlich zusammen mit Kelly und dem Kleinen zum play school concert gefahren. Die Show, die Ingrid soo gerne guckt, in der gesungen, getanzt, gebastelt und alles Mögliche noch gemacht wird. Und das haben wir uns live angeguckt und sogar Ingrids Liebling Theo war da. Sie hatte so viel Spaß, hat ganz viel mit getanzt und möchte jetzt unbedingt wieder hin. Auf dem Ipad kann sie sich die Shows ja immer und immer wieder angucken, das macht es nicht grade einfacher einer Zweijährigen zu erklären, warum das dabei jetzt nicht funktioniert. Aber sie hatte einen unglaublichen Tag und Kelly und ich hatten auch unseren Spaß. Ich kann mittlerweile schon fast alle Lieder auswendig und hab auch oft genug noch wenn ich schon im Bett liege irgendeinen Song davon im Ohr... 

Am Donnerstagabend haben sich dann Simon und meine beiden großen Jungs mit der Fähre auf nach Melbourne gemacht, wo sie uns dann am Freitagmorgen vom Flughafen abgeholt haben. Aber unsere Nacht zuhause war deutlich angenehmer als deren auf der Fähre, denn es hat wieder unglaublich gestürmt in der Nacht und das hat man ihnen auch am nächsten Morgen angesehen. 

Kelly und ich sind am Freitagmorgen mit dem ersten Flieger nach Melbourne geflogen, Hamish hat die meiste Zeit geschlafen und Ingrid war total aufgeregt, also war es ein relativ entspannter Start in den Tag. Die Fahrt verlief eigentlich auch recht gut. Die Jungs hinten im Auto, in der Mitte Ingrid und Hamish und zwischen den Kindersitzen irgendwie ich. Es war eng, aber es ging und es war genau der Platz um links und rechts Kids zu beschäftigen, hinter mir Fragen zu beantworten und Streit zu schlichten und zwischendurch doch eigentlich noch etwas schlafen zu wollen- aber zu mehr als einer halben Stunde bin ich dann letztendlich nicht gekommen. Irgendwann mussten wir dann links ran fahren (Ja links ran fahren hört sich immer noch unglaublich falsch an), weil den Jungs schlecht geworden ist, etwas frische Luft geschnappt, alle Kids haben was gegen Reiseübelkeit bekommen und weiter gings und ganz unverhofft, ohne Vorwarnung und ohne auch nur einen Ton zu sagen, fängt Ingrid neben mir an zu spucken- mehr und immer mehr, wie ein Wasserfall- zu viel um es mit nur einem von Hamishs Spucktüchern aufzuhalten. Es war überall und wir hatten noch etwas über eine Stunde und ganz viel Serpentinen vor uns. Während Simon Ingrid sauber gemacht hat, haben Kelly und ich weitgehend alles sauber gemacht und ich hab mich echt gut geschlagen, aber notfalls dann auch ne Kotztüte für mich in Reichweite gelegt, aber weiter gings mit offenem Fenster und ohne weitere Vorfälle. 

 

Bis zu dem Punkt hat das Internet mitgespielt, danach leider nur noch bedingt, weshalb ich trotz der Zeit nicht mehr die Lust hatte zu schreiben. Deswegen geht es heute weiter und heute ist der Tag nach unserer Rückkehr und die Kleinen holen grade eine Menge Schlaf nach. 


Alles in allem war der Skiurlaub echt gut. Es war die ganze Familie seitens meines Gastdads da, also seine Eltern und seine beiden Geschwister jeweils mit Partner und Kindern. Wir hatten ein Appartement mit Simons Eltern. Das Appartement muss man dazu sagen war dreistöckig, hatte 6 Badezimmer, einen eigenen Trockenraum für die Skisachen, Waschmaschine und Trockner und sogar einen Aufzug- den wir aber nur dazu benutzt haben die Einkäufe, die geliefert wurden, ganz nach oben in die Küche zu transportieren. 

Das Auto mussten wir etwas weiter unten am Berg parken und unser Gepäck auf Wagen packen und von da aus zum Oversnow (Pistenbully), der uns und unser Gepäck dann zu unserer Unterkunft gebracht hat. Außerdem sind diese Schneefahrzeuge auch als Bus zwischen den unteren Skilifts und den großen Unterkünften unterwegs. 

Einen geregelten Arbeitstag hatte ich nicht, sondern am Abend vorher haben wir anhand des Wetterberichts einen Plan für den nächsten Tag gemacht, also ich hab mich bestimmt nicht überarbeitet. Meistens hatte ich vormittags die beiden Kleinen und nachmittags den Kleinen und ab und zu einen der Großen oder ich konnte mit Skifahren. Das hing immer davon ab was die Kids machen wollten und wie die Eltern selbst dann noch fahren wollten, aber ein paar Mal bin ich dann auch auf die Piste gekommen, teilweise mit Simon und den Jungs und teilweise ohne Simon. Wenn nachmittags alle zusammen waren, haben wir dann nur gechillt und Ingrid hat generell keinen Mittagsschlaf gemacht, weil sie kein Gitterbett hatte und es so viel lustiger fand sich ins Bett zu legen, eine Geschichte zu lesen und zu sagen sie hat genug. Schön und gut, nicht aber unbedingt für ihre Laune am frühen Abend. Morgens war sie auch schon immer zwischen 5.30 und 6.15 wach statt wie sonst gegen 7. Und da mein Zimmer direkt daneben war und sie dann immer angefangen hat zu weinen und schreien, weil sie nicht wusste wo sie ist, hat mein Tag dann auch schon angefangen und entsprechend müde bin ich heute. 

Die Rückfahrt verlief ohne erwähnenswerte Zwischenfälle und als Kelly, die beiden Kleinen und ich dann gestern endlich zuhause waren, hatte ich auch das Gefühl wieder irgendwo angekommen zu sein. Kelly meinte auf der Rückfahrt : Ingrid, heute kannst du wieder in deinem eigenen Bett schlafen und Hamish du auch und Lisa... Oh, nein du nicht...  Ja tatsächlich schlafe ich noch in fast 30 verschiedenen Betten bis ich endlich wieder in mein eigenes Bett zurück komme. 

Angekommen hat sie Katze auch schon sehnsüchtig auf uns gewartet und uns lautstark begrüßt. Als wir dann ohne sie rein gegangen sind, saß sie draußen und hat herzzerreißend miaut und versucht überall rein zu kommen, ist immer zu den Fenstern gekommen, in denen Licht war und hat auf sich aufmerksam gemacht. Dann hat sie auch noch was zu Fressen bekommen, mehr ist nicht drin, aber diese Katze meint immer noch wir wären ihre Familie und sie würde hier wohnen. 

Oh Ingrid hatte ein süßes Ritual zum schlafen gehen im Urlaub. Bevor sie runter in ihr Zimmer gegangen ist hat sie immer gerufen : " I love Lisa!" Und dann war meine Antwort "I love Ingrid!" und das hat sie dann mit allen gemacht die da waren oder auch nur mit denen, auf die sie grade Lust hatte. Aber das war so süß und heute morgen als ich dann noch müde aus meinem Zimmer gekrochen bin, stand sie freudestrahlend vor mir und ruft " I love Lisa!" Da fängt der Tag doch schon, trotz andauernder Müdigkeit, gut an :) 

Das süßeste aber war als mein kleiner Hamish am letzten Abend bei mir im Arm eingeschlafen ist und gar nicht mehr wach werden wollte, obwohl er vorm schlafen gehen noch geduscht und gefüttert werden musste. Ich hab dann immer versucht ihn wach zu halten bis Simon da war, um mit ihm duschen zu gehen, aber der Kleine hat wenn überhaupt nur den Kopf leicht angehoben, die Augen einen Spalt aufgemacht und mich angeguckt nach dem Motto 'lass mich bitte schlafen, ich bin müde und es ist grade so bequem' , die Augen wieder zu gemacht und weiter an meiner Schulter geschlafen.

 

Also es waren wirklich schöne 10 Tage und in Tasmanien hat es nach über 20 Jahren tatsächlich mal wieder unglaublich geschneit, aber mittlerweile ist es nur noch kalt und nass und hoffentlich wird das Wetter bald besser, denn in 5 1/2 Wochen haben Pati und ich für das Wochenende das Strandhaus von Simons Eltern an der Ostküste Tasmaniens :)

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