Das Wochenende genießen: Coles Beach, Stanley,Dip Falls & Big Tree

Da Malaysia Airlines ja die Route zwischen Kuala Lumpur gecancelt hat und mein Flug dadurch automatisch nach London umgeleitet wurde, habe ich versucht über die Airline einige Änderungen vorzunehmen. Scheinbar sind die da momentan aber etwas überfordert oder einfach generell unfreundlich und meinten ich könnte meine Flüge nicht ändern, obwohl ich ein flexibles Ticket habe ich somit meinen Flughafen und das Datum für meinen Rückflug eigentlich ändern kann. Mit dem Datum war ich immer noch zufrieden, aber ich wollte statt von Sydney von Perth zurück fliegen, um auch noch die Westküste sehen zu können und damit ich 4 Stunden Flugzeit spare. 

Vor meiner Reise wurde ich von AIFS gefragt, ob ich das Rail and Fly Ticket umsonst dazu buchen möchte. Eigentlich brauche ich es nicht, aber man weiss ja nie.. Also hab ichs dazu gebucht. Und das hat sich für mich schon gelohnt, denn mit Hilfe der Agentur konnte ich meine Flüge so umbuchen wie ich es möchte und statt von London nach Frankfurt zurück zu fliegen, konnte ich mein Rail& Fly Ticket als Veto einsetzen und mir einen Flughafen in meiner Nähe aussuchen. Also fliege ich Mitte Dezember von Perth nach Kuala Lumpur, nach London und von da aus nach Düsseldorf. Und bin 26 Stunden unterwegs. Das reicht. Wäre ich von Sydney nach Frankfurt geflogen, wäre ich noch mal 4 Stunden länger geflogen und hinterher noch mal fast 2 Stunden länger mit dem Auto unterwegs gewesen. Ein Hoch auf AIFS, dass die sich kümmern wenn man Hilfe braucht. Allein deswegen bin jetzt schon froh, dass ich mich die eine Agentur entschieden habe.

Und ein Nachtrag zum letzten Ausflug: von einem 3- Jährigen kann man noch eine neue Theorie darüber erfahren, weshalb Babies nicht laufen können. Und der Grund dafür und davon ist er felsenfest überzeugt: Babies haben noch keine Beine! :D

 

Übers Wochenende hat sich das gute Wetter tatsächlich noch gehalten, also raus und Tasmanien erkunden und genießen :)

Mein Samstag hat ganz entspannt angefangen, da Simon mit den Kids beim Fußball war und die Jungs danach mit einer Oma unterwegs waren und die beiden Kleinen bei den anderen Großeltern waren, konnte ich auch richtig ausschlafen, danach bin ich zum Strand gefahren und habe einfach nur das Wetter und die Gegend genossen :) Abends sind Pati und ich dann in die Tapas Bar hier in Devonport gegangen, aber dort mussten wir leider erfahren, dass die momentan keinen Koch haben. Also nur noch eine Bar. Da ich eh bei ihr geschlafen habe übers Wochenende, haben wir uns dann bei kfc ein Familienmenü geteilt und sind zu ihr gefahren und haben noch lange gequatscht :D

Sonntagmorgen hat ihre Gastmum uns super Frühstück gemacht, damit wir gestärkt zu unserem Trip aufbrechen konnten. Unser Ziel war Stanley. Ungefähr 1 1/2 Stunden den Highway an der Küste entlang. Also die Wege hier sind wirklich immer richtig einfach!

Stanley hat ungefähr 600 Einwohner und liegt auf einer kleinen Landzunge. Viel gibt es da nicht zu sehen, aber das was es dort gibt ist sehr schön und die Häuser erinnern etwas an eine Westernstadt.

Da Pati wegen ihrer Verletzung ihr Knie noch nicht so stark belasten kann, sind wir mit dem Sessellift hoch zum "The nut", einem kleinen Berg gefahren, von wo aus wir eine super Aussicht hatten. Anschließend haben wir uns in einem süßen kleinen Café aufgewärmt und super leckeren, hausgemachten Kuchen gegessen. 

Auf dem Hinweg nach Stanley haben wir ein Schild zu einem Wasserfall gesehen und auf dem Rückweg hatten wir noch genug Zeit bevor es dunkel wird, um einen Abstecher dorthin zu machen. Also 20 km ins Landesinnere. Auf dem Weg haben wir so viele tote Tiere am Straßenrand gesehen.. Wallabies, einen Wombat und auch zwei Tasmanische Teufel. Vielleicht sollte man hier im "Outback" die gleiche Regelung treffen wie auf dem Festland, dass nach Einbruch der Dämmerung nicht mehr gefahren werden darf. In den Städten ist es für viele Tiere eh zu hell und zu laut, aber in den Gegenden wo vielleicht alle paar Kilometer mal eine Farm ist, treiben sich einfach mehr Tiere rum. 

Von den Dip Falls waren wir dann etwas enttäuscht. Es hat sich nach einem enormen Wasserfall angehört, aber so spektakulär war es dann nicht. Nur ein Stückchen weiter war ein Big Tree ausgeschildert. Und tatsächlich hatte dieser riesige Baum unten am Stamm einen Umfang von 16 Metern! Sobald man von der "Straße" in den Wald gegangen ist, stand man wirklich direkt im Urwald. Mit riesigen Farnen und beeindruckenden Bäumen. Da es aber schon langsam dunkel wurde, mussten wir uns auf den Rückweg machen und auch so schnell wie möglich die eine Tankstelle finden, die es auf dem Rückweg gab. 

Zuhause angekommen war es zwar noch nicht spät, aber ich bin recht früh totmüde ins Bett gefallen.

Am Samstagabend muss ich auf alle Kids aufpassen und Pati kommt vorbei zum Kochen und Filme gucken. Über die Filme haben wir uns noch keine Gedanken gemacht, aber zum Essen gibt es Pommes Currywurst. Ein Stückchen Heimat in Australien :)


Und von meiner Gastfamilie hab ich schon des Öfteren gehört: Die verrückten Deutschen! Anne, also das Au-Pair, das vor mir in der Familie war, hat wohl immer Kekse in ihren Tee oder Kakao gedipt, ich hab das Dressing vom Salat in meiner Schüssel hinterher mit nem Toast ausgekratzt und als das Auto letztens von innen beschlagen war und wir los wollten, hatte mein Großer ein Trockentuch, weil die Schüssel mit dem Essen noch nicht ganz abgekühlt war. Naja es war halt kein anderes Tuch da, also hab ich eben das genommen und er guckt mich nur ganz entgeistert an und schüttelt nur den Kopf über die verrückten Deutschen :D So ungewöhnlich ist das doch gar nicht, oder?

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